Ansatz

BewegungAnsatz

Ansatz

Es gibt in nahezu jedem von uns – zumindest zeitweise – ein subjektives Empfinden von Stress und damit zusammenhängender Erschöpfung. „Etwas Zeit für sich zu haben“ wird ein immer stärker formuliertes Bedürfnis. Immer mehr Menschen verbinden mit den chinesischen Bewegungs- und Kampfkünsten – allen voran Qi Gong und Taiji (Taijiquan) – die Ziele: „Ruhe finden“, „Die eigene Mitte bzw. ein inneres Gleichgewicht (wieder-)finden“.

Ob wir eben jene Mitte, inneres Gleichgewicht, Ruhe suchen, mehr Konzentrationsfähigkeit aufbauen, Meditation in Bewegung erlernen, den Körper ertüchtigen, Selbstverteidigung üben, oder ganz allgemein etwas für die Gesundheit tun und aktiv Stress bewältigen möchten: Die Trainingsmethodik wie auch die Grundlagen bleiben unabhängig von der Zielsetzung immer dieselben, denn Taijiquan wie auch Qi Gong sind ihrem Wesen nach ganzheitlich. Und somit sind diese Bewegungs- und Kampfkünste in ihrem Potential viel tiefer und dynamischer als eben „nur“ Wohlbefinden erzeugend.

Die Bewegungen werden in der Regel sehr langsam, entspannt, bewusst und achtsam ausgeführt, aber nicht um einen Wellness-Aspekt zu erfüllen – den sie ohne Frage in sich tragen – ,  sondern damit wir uns wahrnehmen, spüren und in uns einfühlen können. Anstatt den Körper wie auch den Geist wie ein Instrument vor sich her und  zu Höchstleistungen anzutreiben oder aber ihn komplett zu vernachlässigen, haben wir über die Körperarbeit in dem Medium der chinesischen Bewegungs- und Kampfkünste die Möglichkeit, die Erfahrung von Ganzheitlichkeit zu machen. Das macht es uns leichter, uns dem immerwährenden Wandel* anzupassen, anstatt ihm entgegenwirken zu wollen. Die Energie, die frei würde, ständen wir dem Lauf der Dinge nicht mehr entgegen, sondern gingen mit dem „Flow“, stünde uns als Lebensenergie und Selbstheilungskraft zu Verfügung … welch wunderbare Möglichkeit zu Harmonie von Körper, Geist und Seele.

*“Das einzig Beständige ist der Wandel“ – Heraklit von Ephesus